Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
Kreisvereinigung Esslingen
25.5.2013
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- Gedenkstätte Grafeneck
- Für die Opfer der "Euthanasie"-Verbrechen im Nationalsozialismus Baden-Württemberg In Grafeneck begann im Jahr 1940 die sogenannte Aktion "T4". In einem Jahr wurden hier unter nationalsozialistischer Herrschaft 10.654 Menschen mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ermordet. Heute existiert in Grafeneck eine Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum zur Erinnerung an die Opfer und gegen das Vergessen in den Diskussionen der Gegenwart.
- KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg Ulm
- Das "Fort Oberer Kuhberg", errichtet um 1850 als Teil der gewaltigen Bundesfestung Ulm, wurde von November 1933 bis Juli 1935 vom NS-Regime als Konzentrationslager benutzt. Hier waren über 600 politische und weltanschauliche Gegner aus dem Land Württemberg-Hohenzollern eingekerkert. Unter ihnen auch Kurt Schumacher, der Wiederbegründer der SPD in Deutschland. Das Ulmer KZ war kein Vernichtungslager. Hier ist (noch) keiner der Gefangenen erschlagen, vergast oder verbrannt worden. Aber das Ulmer KZ war der Anfang einer Entwicklung, die in Auschwitz endete. Hier in Ulm wurden die Gegner des Regimes ihrer Würde beraubt, um sie - zusammen mit ihren Angehörigen und Bekannten - zu willfährigen Instrumenten zu machen. So begann eine Diktatur, deren Bedeutung für die Gegenwart Deutschlands nicht vergangen ist. Das ehemalige KZ ist heute Gedenkstätte. Sie wurde 1994 vom Regierungspräsidium Tübingen als "vorbildliches Heimatmuseum" ausgezeichnet. Besichtigt werden kann das einzige KZ in Süddeutschland, das in seiner baulichen Substanz erhalten ist. Dazu gehören die unterirdischen Verliese, in denen die Häftlinge untergebracht waren; das Freigelände mit der Haftzelle von Kurt Schumacher; die Räume der KZ-Kommandantur.
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